SEIBI STAMMGESELLSCHAFT

Der Seibi-Stamm: Jung, frech und gut! Der Stamm steht für hohe musikalische Qualität und gute Stimmung. Der Grund dafür liegt in der langjährigen Aufbauarbeit mit starkem Fokus auf die musikalische Ausbildung. Hinzu kommt, dass die Seibianerinnen und Seibianer wissen wie man feiert und geniesst. Das zeigt sich bestens am dreitägigen Highlight des Vereinsjahrs an der Fasnacht und an vielen artverwandten Events in der Vorfasnacht sowie am Bummel, an Festen, Grümpelis, Ständelis und Sommerstämmen in der warmen Jahreszeit.

Weil Fasnacht indes nicht nur Musik bedeutet, sondern auch eine grosszügige Portion Satire, legt man bei der Seibi Wert auf witzige, clevere und teils streitbare Sujets – Sujets, die in der Stadt zu reden geben. Sujet-Perlen der Vergangenheit wie „Spionage total“ (80er-Jahre), „Oft kopiert, doch nie erreicht“, „Machtlos“ (90er-Jahre), „Säuli“-Sujet (00er-Jahre), „wehr.di“-Kampagne oder „Schamlos“ (10er-Jahre) treiben unsere wechselnde Sujetkommission permanent an, den Stamm von Neuem mit tollen Sujets auf die Strasse und „uff d Gass“ zu schicken.

Kreative und musikalische Herausforderungen sind jeweils auch unsere Auftritte an den Vorfasnachtsveranstaltungen Drummeli (alle zwei Jahre) und Charivari (gleich zweimal innerhalb des letzten Jahrzehnts). Weil im Vorfeld dieser Events bis zur Perfektion an den Auftritten geschliffen wird, schaffen es die Stücke fast ausnahmslos auf die offizielle Fasnachts-CD. Solche Leistungen auf hohem musikalischen Niveau sind das Resultat harter Arbeit einerseits – und liegen ebenso begründet in der guten Piccolo- und Trommelschule. Das Repertoire ist vielfältig und deckt von traditionell über modern und langsam bis hin zu temporeich und dynamisch ein breites Spektrum an Fasnachtsmärschen ab.

Die Liebe zur Fasnachtsmusik nimmt in der Seibi traditionell viel Platz ein, doch übt man sich auch in Geselligkeit gern und oft. Direkt nach der donnerstäglichen Übungsstunde trifft am Rümmelinsplatz regelmässig eine grosse Anzahl von Altgardisten und Stammseibianern zum ungezwungenen Umtrunk in unserer Stammbeiz Schnabel zusammen. Nicht selten reiften dort wirre „Bier-Ideen“ zu frechen Sujets heran oder wurden Pläne für originelle Stadtfest-Beizen ausgeheckt.

Das Repertoire des Seibi Stamms setzt sich aus folgenden Märschen zusammen:

Aeschlemer
die Alte 
Arabi 
z‘Basel 
Brite 79 
Calvados 
Duudelsagg 
Feschtspiel 
Festival
Fritzli
Glopfgaischt

Gluggsi
Hanswurscht
Hofnaar
Morgestraich
Naarebaschi 
Nunnefurz 
Ohremyggeli 
Pfeifer Retraite 
Regimäntsdochter
Rossignol
Route Symphonie

Ryslaifer
Saggodo
Sambre et Meuse
San Carlo
Seibi
Sixty-Nine
Ueli / Ulla
Whisky-Soda
Yankee

Tambouren-Soli

Celanesen
Dreier 
Märmeli 

Mätzli
Pumperniggel
Ueli

Pfeifer-Soli

Pig Square Rag
Spalebärg

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Die Gründung der Fasnachtsgesellschaft Seibi hat ihren Ursprung in der Tatsache, dass zwei gestandene Mitglieder der Alten Stainlemer erst gemeinsam cliqueninterne Differenzen ausfochten, bevor sie in der Hitze eben dieserGefechte eine neue Clique gründeten. Willy und Hans Panosetti fanden als nicht gerade auf Rosen gebettete Gründerväter der Seibi in Südfrüchtehändler Dreyfuss einen liquiden Mitgründer, der später zum Präsidenten aufsteigen sollte. Die Gründungsversammlung der Sektionen Stamm und Junge Garde ging im April 1933 im damaligen Restaurant Baselbieter (am Ort der heutigen Bar „Des Arts“) über die Bühne. Die erste Generalversammlung wurde im Restaurant Balance abgehalten. Sowohl Seibi Stamm wie auch Junge Garde nahmen erstmals 1934 offiziell an der Fasnacht teil. Böse Zungen behaupten, die Junge Garde habe den Stamm damals musikalisch in den Schatten gestellt…

BaselbieterBaselbieter

Ein unrühmliches Ende nahm das Leben des ersten Präsidenten: Bereits 1935 warf man ihn aus der Clique – doch damit des Unheils nicht genug: Am Nadelberg wurde er zum Opfer eines brutalen Raubüberfalls, den er nicht überleben sollte. Über einen Zusammenhang mit seinem vormaligen Amt bei der Seibi ist nichts bekannt.